Lübeck
INFORMATIK 20089 Gesellschaft für Informatik e.V.
39. Jahrestagung, Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), Lübeck

Call for Papers

Die weite Verbreitung von digitaler Foto-, Audio- und Videotechnik gepaart mit immer besserer Bearbeitungssoftware erlaubt es selbst unbedarften Nutzern, digitales Bild- oder Audiomaterial täuschend echt zu manipulieren. Die Authentizität von Mediendaten ist aber überaus bedeutsam, wenn sie zur Entscheidungsfindung herangezogen werden, wie etwa vor Gericht (Beweisfotos), in den Naturwissenschaften (Ergebnisdokumentation) aber auch bei der Bildung von öffentlicher Meinung (Pressefotos).
 
In letzter Zeit gewinnt daher verstärkt das Feld der digitalen Multimedia-Forensik an wissenschaftlichem Interesse. Allgemein dienen forensische Verfahren zur Spurensuche und -analyse dem Ziel, (Straf-)Handlungen zu rekonstruieren und Beteiligte zu identifizieren. Im Speziellen nutzen Verfahren der Multimedia-Forensik Modelle des Medieninhaltes oder der Digitalisierungstechnik, um auffällige Abweichungen vom Normalfall als forensische Indizien bei der Überprüfung der Authentizität zu verwenden. Durch statistische Analysen digitaler Bilddaten können beispielsweise Rückschlüsse auf die zur Aufnahme verwendete Digitalkamera bzw. Scanner gezogen oder Spuren von Nachbearbeitungsschritten entdeckt werden.
 
Schwerpunkte
  • Bestimmung des Ursprungs digitaler Medien (Bilder, Videos, Audiodateien)
  • Überprüfung der Integrität digitaler Medien (Erkennung von Manipulationen)
  • Zuverlässigkeit von Methoden zur Sicherstellung der Authentizität von digitalen Medien
  • Möglichkeiten zur aktiven Umgehung von Methoden zur Sicherstellung der Authentizität von digitalen Medien
  • Rechtliche Beurteilung der Ergebnisse forensischer Untersuchungen
  • Multimediaforensik als Teil der digitalen Forensik
  • Dokumentensicherheit im Zusammenhang mit A/D- bzw. D/A Wandlung
Eine pdf-Version des Call for Papers finden Sie  hier.

Eingeladener Vortrag

  • Doc Baumann (DOCMA, Magazin für digitale Bildbearbeitung) (siehe  Programm)

Adressaten

  • Wissenschaftler aus den Forschungsgebieten IT-Sicherheit / Multimedia / Bildverarbeitung / Signalverarbeitung / Mustererkennung / Computer Vision
  • Alle Interessenten an Techniken zur Sicherstellung der Authentizität digitaler Medien aus den Bereichen Wirtschaft, Medien, Justiz und Sicherheit

Termine

03.05.2009
26.04.2009 
Einreichung von Workshop-Beiträgen (Titel, Autor, Abstract) 
10.05.2009
26.04.2009 
Einreichung des finalen Beitrags 
01.06.2009
25.05.2009 
Mitteilung über Annahme/Ablehnung von Workshop-Beiträgen 
01.07.2009 
Abgabe der fertigen Druckvorlagen für den Tagungsband 
28.09.2009 
Teilnahme am Workshop im Rahmen der GI Jahrestagung vom 28.09.2009-02.10.2009 

Einreichung von Beiträgen

Beiträge im LNI-Format können bis zum 03.05.2009 über die zentrale Konferenzverwaltung der Jahrestagung der GI eingereicht werden. Zusätzlich ist eine Überarbeitung von bereits registrierten Beiträgen bis zum 10.05.2009 möglich. Erst danach beginnt der Begutachtungsprozess. Genauere Informationen zu den Vorgaben für Ihre Einreichung finden sie unter folgender Adresse:  http://www.informatik2009.de/einreichung.html
 
Angenommene Beiträge erscheinen als einseitige Kurzfassung im gedruckten Tagungsband und als Volltext auf einer CD/DVD, die dem gedruckten Tagungsband beigefügt ist. Wir bitten daher die Autoren von angenommenen Beiträgen um die zusätzliche Einreichung einer einseitigen Kurzfassung im LNI-Format.

Organisation

Matthias Kirchner und Thomas Gloe

Technische Universität Dresden
Fakultät Informatik
Institut für Systemarchitektur
Lehrstuhl Datenschutz und Datensichterheit
01062 Dresden
Tel. +49 (351) 463 – 38 371
Fax. +49 (351) 463 – 38 255
 {Vorname.Nachname}(at)inf.tu-dresden.de

Programmkomitee

Rainer Böhme (Technische Universität Dresden, Program Chair)
Oliver Deussen (Universität Konstanz)
Felix Freiling (Universität Mannheim)
Michael Knopp (Universität Kassel)
Markus Kuhn (University of Cambridge)
Stefan Ott (Bundeskriminalamt)
Claus Vielhauer (Fachhochschule Brandenburg)
Antje Winkler (Technische Universität Dresden)